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Biografie

Seit seinem ersten Lebensatem in der Entbindungsklinik von Marcory in Abidjan (Elfenbeinküste) am 18. Januar 1987 um 14h15, beeindruckt Johan Djourou, mit wirklichem Namen Johannes, seine Verwandten mit einer stattlichen Grösse (51 cm und 3.9 kg – 19 Jahre später sind es 191 cm und 85 kg).

Seine Leidenschaft für den runden Ball lässt nicht auf sich warten. Weniger als 1 Jahr alt, auf dem Rücken seiner Mutter Angeline, schnappt er sich einen Fussball im Supermarkt, ohne dass Jemandem etwas aufgefallen wäre, ausser seiner Mutter! Sein Vater, Joachim, hat ihm dann seinen eigenen Ball gekauft. Der Kauf hat sich für ihn gelohnt, da er den Ball benutze, um Johan auf allen Vieren durch die Wohnung zu „jagen“…

Als Johan 17 Monate alt ist, nimmt ihn sein Vater, mit Einwilligung seiner biologischen Mutter, mit in die Schweiz. Gleich bei seiner Ankunft in Genf, am 25. Juni 1988, nimmt ihn Danièle (die damalige Frau seines Vaters) herzlich auf und behandelt und liebt ihn wie ihren eigenen Sohn. Sie war es, welche Johan in den Park von Onex brachte… um mit ihm Fussball zu spielen!

Mit 4 Jahren, nimmt Johan die Trennung seines Vaters Joachim und Danièle gut auf und zieht nach Chêne-Bourg mit Danièle, welche er als seine neue Mutter betrachtet und liebt. So ist es auch ganz selbstverständlich, dass Danièle nach zwei Jahren Johan adoptiert und er so zum Schweizer Bürger wird.

Johan ist zuerst Mitglied im Fussballklub FC Champel (1. Fussballjahr im 1993) und fängt dann seine „richtige“ Sportkarriere mit 8 Jahren beim FC Etoile Carouge an. Aber er hat sich nicht etwa nur auf eine Sportart konzentriert! Der Wahlgenfer betrieb auch Ski, Tennis, Basketball, Mountainbike und dies immer mit dem gleichen irritierenden Erfolg.
Während den Spielen mit der Genfer Selektion, entscheidet sich der Schweizer Fussballverband, Johan in sein Programm im Ausbildungszentrum von Payerne aufzunehmen. Ab Juni 2002 nimmt er so während 2 Jahren am Programm teil und verbindet so Training und Schule optimal. Er knüpft in dieser Zeit auch herzliche Kontakte mit seinem Umfeld vor allem mit seiner Gastfamilie Jaggi oder mit der Familie Scarpino, welche für die Verwaltung zuständig war.
Sein Talent auf dem Rasenplatz entgeht auch dem ehemaligen Juniorentrainer in Genf, Jérémie Tusiama, nicht und dieser kann seinen Kollegen und Spielermanager Costa Bonato davon überzeugen diesen jungen Mann unter seine Fittiche zu nehmen. Der Name Johan Djourou wird nun verschiedenen Partnern im Fussball vorgestellt, insbesondere den Brüdern Alessandro und Flavio Ferraria, welche sich entschliessen, Johan bei Spielen der Junioren Nati zu verfolgen und  ihren Freund, einem Spieler-Scout von Arsenal, über Johan zu informieren. Der Londoner Verein war der einzige Klub, welcher Johan seine Chance gegeben hat. Alle anderen interessierten europäischen Vereine hatte das Dossier schon abgelegt. „Das ist halt so im Fussball…“, sagt, ein bisschen perplex, sein Vertreter.
So kam Johan, nach einer Testwoche in London, im Oktober 2002 bei Arsenal unter Vertrag – auf direktem Weg und ganz ohne Zwischenetappe. Hatte wohl Michel Pont, damaliger Sportdirektor von Etoile Carouge, während der Vertragsverhandlung mit Arsenal daran gedacht, dass er Johan drei Jahre später in der Schweizer Nationalmannschaft wieder treffen würde? Der eine wurde die rechte Hand von Köbi Kuhn und der andere erwies sich dem grossen Publikum als unnachgiebiger Verteidiger.

Heute, trotz seines rasanten Aufstiegs in die erste Mannschaft Arsenals und in die Schweizer Nationalmannschaft, hält Johan stramm an seinen familiären Wurzeln fest. So kommt er so oft er nur kann in die Schweiz, um bei seiner Mutter Danièle in seinem eigenen Zimmer zu übernachten – ein Zimmer, dass seine Mutter in nichts verändert hat. Er besucht auch jedes Mal seinen Vater, welcher mit seiner neuen Frau Monique zusammen wohnt. Johan hat dort einen kleinen Bruder (Olivier), welcher auch Fussball spielt und zwei kleine Schwestern (Diana und Anémone). Die Abende sind immer lustig und belebt mit den Wettbewerben von Mémé Madeleine (der Mutter von Monique), welche immer wieder leckeres Essen zubereitet.
All dies hindert Johan aber nicht, auch engen Kontakt zu seiner biologischen Mutter Angeline zu haben, sowie mit seiner grossen Schwester (Nadège) und seinem kleinen Bruder (Ladislas), welche alle in der Elfenbeinküste geblieben sind.

Dieser sportliche und familiäre Erfolg erklärt zum grössten Teil die Natürlichkeit und Unkompliziertheit des Jungen.

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